3 Werkzeuge für persönliches Lern- und Wissensmanagement?

16 Jun

Und wieder einmal (nach für mich sehr kurzen 2 Wochen) endet eine Phase des Sooc13. Ich habe in den letzten Tagen versucht mir einen Überblick über alles was in der letzten Zeit in der PLU des Sooc13 passiert ist zu verschaffen, allerdings stoße ich da an meine persönlichen Grenzen. Deshalb bin ich für mich persönlich den zweiten Themenblock angegangen mit dem Wunsch, nicht nur Tools für meine PLU zu sammeln, sondern auch vielleicht Werkzeuge zur Strukturierung. Ich muss sagen, dass ich angesichts der Fülle an Hintergrundmaterial und Teilnehmerbeiträgen der Idee von M. Ebner (vorgestellt in der Live-Sitzung der letzten Phase, wer das verpasst hat klickt bitte hier) gar nicht mehr so abgeneigt bin. Zumindest muss ich für mich mal dann doch langsam anfangen die Ergebnisse des Sooc zu strukturieren, über die Aufgaben und meine Beiträge hinaus.

Gibt es eigentlich mittlerweile ein Forum? Wenn ichs übersehen hab dann wäre es super, wenn mir das jemand in den Kommentaren verlinken könnte! Ich glaube so ein Tool würde den Sooc wirklich bereichern, da man eine zentrale Sammelstelle hätte für Fragen. Ich denke, dass besonders die nicht technikversierten Wesen im www (allen voran moi) darin eine Bereicherung erfahren würden.

Für mich hat sich besonders in den letzten Tagen ein neues Problem (wenn man es so nennen kann) mit dem Sooc13 ergeben: Mich stört die Ver-manage-ung von Bildung. Eine Diskussion zu diesem Thema bezogen auf Schule ergab sich vor einigen Wochen in einem von mir belegten Seminar zur Unterrichtsentwicklung (Dieses Seminar kann ich übrigens allen mitlesenden Lehrämtlern absolut empfehlen!). Es wäre eigentlich gar nicht so verkehrt, wenn ich ein Werkzeug zur Hand gehabt hätte/hätte um bereits im Seminar/direkt nach dem Seminar meinen Wissenszuwachs direkt festzuhalten. Natürlich hätte ich dafür auch meinen Blog nutzen können.

Aber zurück zum Thema. Unter anderem ging es wieder um Konnektivismus.  Ich möchte meinen (zahlreichen *hust*) Lesern an dieser Stelle eine hilfreiche Quelle (in englischer Sprache) aufzeigen: TED talks. Wie ich finde nicht nur für angehende Englischlehrer (in Bezug auf Oberstufe) eine tolle Ressource für den Unterricht oder auch einfach mal aus Interesse. Wirklich zu empfehlen! Ich kenne TED talks aus meiner Auslandszeit, an der von mir besuchten Sprachschule wurde sie als Anregung für Diskussionen im Unterricht eingesetzt!

Interessant für den Sooc ist nun für mich der Beitrag von David McCandless zu „The beauty of data visualization„. Er spricht unter anderem davon, dass die Geschwindigkeit der „information generation“ zu schnell ist als dass Menschen alle Informationen aufnehmen könnten. Dies sollte akzeptiert werden und Schülern sollten Technologien zur Verfügung gestellt werden, um die riesigen Mengen an Informationen für sie verfügbar zu machen. Lehrer sollten den Schülern die „skills“ die notwendig sind hierfür beibringen.

Das würde für mich bedeuten, dass Schulunterricht zum Kompetenzunterricht wird. Kompetenzen allein reichen aber meiner Meinung nach auch nicht aus. Ich finde auch den Begriff Wissensmanagement irreführend. Meiner Meinung nach sprechen wir IMMER nur von Informationsmanagement. Vielleicht ist dies auch nur auf mein Alltagsverständnis von Wissen zurückzuführen, aber ich finde Wissensmanagement nur dann einen zutreffen Begriff, wenn wir um schon angeeignetes Wissen reden. Wenn ich Zugriff auf Informationen habe habe ich dieses Wissen noch nicht, ich habe lediglich die Information und das Wissen darüber, wo ich die Information finde.

David McCandless geht es in seinen Ausführungen aber vorrangig darum Design als Werkzeug zu benutzen um die heutige Flut an Information zu navigieren. Sein Video ist hier auch mit deutschen Untertiteln verfügbar.

Damit komme ich wieder zurück zum Ausgang meines Posts. Wie strukturiere ich für mich sinnvoll alle Informationen des Sooc13. Verlinke ich sämtliche Blogs, weise ich auf Blogbeiträge einzeln hin, generell, welche Werkzeuge kann ich für mein Wissensmanagement Informationsmanagement benutzen.

Unter anderem wurde auf der Seite des Sooc13 vorgeschlagen sich mit ZUM-Wikis zu beschäftigen. Wie die Benutzung und Einrichtung für den/ im Unterricht aussehen kann habe ich bereits an der Uni in einem Seminar zur „Medienkompetenz“ erfahren dürfen. Mit passender Anleitungs zur Erstellung einer Seite/Verlinkung/Einfügen von Videos ist diese Plattform relativ leicht zugänglich und meiner Meinung nach für Projektunterricht sehr sinnvoll. Wer noch keine ZUM-Wikis kennt dem entgeht ein wirklich tolles Werkzeug!

Auf meiner Odyssee durch den Learners‘ Garden und die Top 100 Tools for Learning ist mir mehrmals aufgefallen, dass solche Sammelstellen zwar nützlich sein könnten, aber für mich irgendwie keine große Hilfe waren. Dieses Gefühl stellte sich vor allem beim durchklicken der Top 100 Liste ein, da ich die Seite einfach unglaublich unübersichtlich finde und mir ehrlich gesagt auch unsicher war, wie „sicher“ die zum Download bereitstehenden Dateien sind. Aber vielleicht hilft mir der Sooc13 ja dahingehende Ängste oder Unsicherheiten im Umgang mit dem www abzubauen. Dass zum Beispiel die Dropbox auch ein richtiges Werkzeug ist ist mir ehrlich gesagt auch dann erst aufgefallen und hat zu Freude meinerseits geführt, da ich gemerkt habe, dass ich doch schon seit längerem auf einige Tools für Informationsmanagement zurückgreif.

Dann trete ich jetzt der FB Gruppe des Soocs erstmal bei, vielleicht ersetzt FB als Tool für mich die Notwendingkeit eines Forums…

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Eine Antwort to “3 Werkzeuge für persönliches Lern- und Wissensmanagement?”

  1. Andrea Lißner Juni 18, 2013 um 3:36 am #

    Liebe Bloggerin,
    ein Forum gibt es tatsächlich nicht, aber Facebook und Twitter beantworten in der Regel schon eine Reihe von Fragen. Falls nicht, dann gibt es ja immernoch die gute alte E-Mail.
    Ein klitzekleiner formaler Hinweis: Der Link zu dem Ebner-Mitschnitt fehlt noch – im Sinne des Informationsmanagement wäre es sicher sinnvoll ihn in Deinem Portfolio zu haben.
    Das mit der Definition von Wissen uns Information fand ich interessant udn zeigte mir eine tiefe Wissenslücke (oder Informationslücke?) auf: Ich dachte zunächst Wissen sei die verarbeitete Information – damit hätte ich Dir recht gegeben, denn ich „manage“ ja auch Fakten, die ich noch nicht verarbeitet habe. Allerdings habe ich dann doch nochmal Wikipedia befragt und siehe da:
    „Information (Abkürzungen Inf./Info, aus lateinisch informare ‚Gestalt geben‘, im übertragenen Sinn ‚jemanden durch Unterweisung bilden‘[1]) ist in der Informationstheorie eine Teilmenge an Wissen, die ein Sender einem Empfänger mithilfe eines bestimmten Mediums (auch ‚Informationskanal‘ genannt) übermittelt. Information befriedigt ein allgemeines oder spezielles Interesse an Wissen, ggf. zur Verwirklichung eines bestimmten Vorhabens (‚aktionsprägend‘)“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Information)

    Informationen – als Teilmenge von Wissen – zu managen, wäre daher wohl unzureichend. Um tatsächlich Fachkompetenz zu „generieren“ ist es – so verstehe ich das, bin aber offen für Gegenargumente – offenbar notwendig Wissen zu managen, was das managen von Informationen beinhaltet. Und weil ich den Begriff des „Managements“ auch hinterfragenswert finde, habe ich auch hier nochmal gegoogled: „gehört die Planung, Organisation, Führung und Kontrolle“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Management).
    Frau Vollmer gibt in ihrem Vortrag auch noch einmal einen Einblick in die Definitonsvielfalt der Begriffe: https://webconf.vc.dfn.de/p3pznadlvx6/

    Viele Grüße,
    Andrea

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